Praktika: Unbedingt machen

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Häufig ist ohnehin ein Praktikum vorgeschrieben, doch es empfehlen sich meist noch ein oder zwei weitere.

Früher waren Praktika während des Unistudiums – anders als an den FHs – nicht obligatorisch. Mit der Bologna-Reform hat sich das jedoch meist geändert. Und das ist aus vielen Gründen gut so.

Wer beispielsweise nur ein kurzes Schülerpraktikum gemacht oder vor dem Studium nicht noch eine kaufmännische Ausbildung durchlaufen hat – etwa, wenn man vor seinem BWL-Studium noch eine Banklehre machte – hat meist keine rechte Vorstellung davon, was es bedeutet, in einem Unternehmen zu arbeiten. Es ist eine andere Welt als die Hochschule mit ihren Vorlesungen, Seminaren und all den Studienfreunden.

Jetzt wird pragmatisch gedacht. Mit anderen Worten: Es wird das gemacht, was funktioniert. Und meistens sollte es auch rasch gehen, denn "time is money". Sich verträumt tagelang irgendeine abstrakte Lösung auszudenken, findet selten Gegenliebe. Nicht umsonst spricht man vom "rauen Wind, der in der Praxis weht".

Was einigen übrigens gut gefällt, da ihnen das Studium ohnehin recht theoretisch vorkommt und sie sich danach sehnen, "endlich mal was Richtiges zu machen". Die Wahrheit ist jedoch, dass es auf die Mischung von Theorie und Praxis ankommt. Und selbst wenn man später nichts mehr mit all der Theorie zu tun hat, mit der man sich im Studium beschäftigen musste, hat sie einen doch geschult, logisch und systematisch zu denken, was man gerade auch im Berufsleben ständig tun muss.

Wenn man sich später bewirbt, wird man in der Regel sehr eindringlich nach den Praktika gefragt, die man im Studium absolviert hat. Denn Personaler wissen, dass sich nicht wenige Anfänger zu Beginn schwertun, wenn diese Erfahrungen fehlen und dass sie dann oft längere Zeit brauchen, um im Unternehmen Tritt zu fassen, womit sie eine gewisse Zeit nicht voll einsatzfähig sind.

 

Und nicht zu vergessen: Wer von der Uni kommt und vielleicht nur sein Pflichtpraktikum gemacht hat, konkurriert nicht selten mit anderen Absolventen, die vielleicht eine monatelange Werkstudententätigkeit hinter sich oder gar einen dualen Studiengang absolviert haben. Was bedeutet, dass sie während eines Großteils ihres Studiums im Unternehmen gearbeitet und damit einen ziemlichen Praxisvorsprung haben.

Praktika haben noch andere Vorzüge. Man kann auf diese Weise in verschiedene Firmen und Branchen reinschnuppern und so herausfinden, ob sie etwas für einen wären.

Nicht zuletzt sind Praktika oft Türöffner. Ist das Unternehmen mit einem zufrieden, erhält man häufig ein Angebot, nach Abschluss des Studiums bei der Firma zu arbeiten. Damit bekommt das Praktikum fast den Charakter einer Probezeit.

In der Pandemie waren Praktika oft mühsam oder fanden manchmal gar nicht statt, weil die meisten Beschäftigten des Unternehmens im Horne Office arbeiteten. Diese Zeiten sind glücklicherweise überwiegend vorbei. Man kann also wieder viel in der Praxis lernen.

Quelle: WISU 10/22

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